Kulturmaßnahmen
Ziele und Methode
Neben der direkten Bekämpfung Feuerbranderregers Erwinia amylovora mit chemischen Mitteln sind im Streuobstbau besonders kulturtechnische Maßnahmen bisher bedeutend. Im weiteren Sinn umfassen diese die Pflege (Schnitt) der befallenen Bäume, aber auch die Umveredlung (auf robuste Sorten) und die Rodung. Direkt daran schließt die Frage des Einflusses von Sorten an.
Fragestellung
- Nutzen/Effektivität von Kulturmaßnahmen (Aufwand, Umfang, Zeitpunkt, Intervalle) bei unterschiedlichen Obstarten und Sorten
- Gezielte Beobachtung von Bäumen mit Altbefall (auch ohne Pflege- bzw. Sanierungsschnitt)
Besseres Verständnis zu sichtbarem (symptomatischem) und unsichtbarem (Latenz-) Befall durch den Feuerbranderreger
Strategien für das Nebeneinander von Niederstammkulturen und Hochstammobstbau (Schweiz)
Chancen für das Aufkommen von Jungbäumen in Beständen mit Altbefall bzw. hohem Befallsdruck
Sicherheit beim Ausschneiden (best pratice)
Maßnahmen
- Visuelle Befallskontrolle auf Versuchsstandorten
- Feldversuche zu Varianten von Kulturmaßnahmen
- Untersuchung optisch gesunder Bäume auf latenten Befall
- Umveredelung anfälliger Sorten
Partner und Versuchsstandorte
Vorarlberg:
- NLE, Lauterach (Richard Dietrich, Susanne Glatz)
- AGES, Wien (Ulrike Persen)
8 Standorte in Vorarlberg für Monitoring und Feldversuche (unterschiedliche Pflegeintensität und Umgebung)
Schweiz:
- Kanton St. Gallen (Richard Hollenstein)
- Kanton Thurgau (Urs Müller)
- Kanton Zürich (Hanspeter Berger)
Monitoring und Feldversuche an 7 Standorten in der Schweiz (unterschiedliche Vorgeschichte bezüglich Feuerbrandbefall und Umgebung)
Deutschland:
- Universität Konstanz (Ralf Vögele, Stefan Kunz)
- KOB, Ravensburg (Dr. Ulrich Mayr)
- LWG, Veitshöchheim (Hans Thomas Bosch)